Rennberichte der Bobby-Car-Rennsaison 2014

Geschrieben aus Sicht von Fahrern des Bobby-Car-Clubs Ostwestfalens

 

Ein Jahresrückblick

Was beinhaltet ein Jahresrückblick? Muss ein Jahresrückblick immer nur die positiven Dinge beschreiben oder darf dieser auch negative Ereignisse ansprechen? Wenn wir uns die Jahresrückblicke der TV Sender anschauen, z.B. Album 2015, dann werde hier auch traurige Momente beschrieben.

Was passiert wenn wir Kritik üben, schallt einem dann Kritik und Aggression entgegen? Kommt es zur konstruktiven Kritik oder wird alles „hinten herum“ ausdiskutiert? Die Menschen, die Kritik üben, müssen sich bewusst sein, dass nicht alle Empfänger gleichermaßen gut damit umgehen können. Bei manchen Menschen wird es konstruktiv, bei anderen Menschen wird es aggressiv. So ist das im Leben, entsprechend halten wir uns mit Kritik etwas zurück.

Die Rennsaison 2014 ist abgeschlossen, spätestens seit dem Verbandstag im November wissen wir, wer gewonnen hat. Aber hat nicht eigentlich jeder gewonnen, manche an Erfahrung das es schnellere Fahrer gibt, manche an der Erkenntnis, dass man ein Rennen organisiert – auf Hilfe hofft und doch alleine dasteht, wobei immer alle den Berg herunterfahren möchten? Oder auch nur an der Erkenntnis, wenn man nur die Hälfte der Rennen mitfährt, gehört man trotzdem dazu und ist kein schlechterer Mensch, zu mindestens gehört man weiterhin zum Bobby-Car-Club Ostwestfalen.

Wie dem auch sei, die Saison 2014 war kurz, obwohl im Vorfeld ca. 10 Rennen angekündigt waren, fanden leider nur 6 Rennen statt. Es ist aber auch nicht damit getan „mal eben“ ein Weltmeisterschaftsrennen zu organisieren. Dies musste der ein oder andere Veranstalter schmerzhaft feststellen, so dass es hierdurch auch zu Rennabsagen gekommen war. Aber wir hoffen darauf, dass es für 2015 wieder mehr Rennen geben wird. Vielleicht auch in Ostwestfalen?

Wie dem auch sei, 6 Weltmeisterschaftsrennen und eine endlose Anzahl an lizensierten Funrennen standen 2014 auf dem Programm. Zu den 6 Meisterschaftsrennen 2014 traf sich der Rennzirkus im hessischen Philippstein, im Eifeldorf Kempenich, im badischen Nußloch, Ostheim vor der Rhön, im saarländischen St.Ingbert-Rohrbach und dem hessischen Merkenfritz. Die Strecken, das Wetter, die Kulissen alles veränderte sich von Rennen zu Rennen. Somit war es für alle Fahrer immer wieder eine Freude an den Start zu gehen, sich auf die Holzrampe zu stellen, auf das Signal zu warten und mit dem Fall der Klappe sich von der Geschwindigkeit ins Ziel tragen zu lassen.

Wir, der Bobby-Car-Club Ostwestfalen, waren auch mit mehr oder weniger Personal am Start. Aber was erwarten wir denn? Bei einem Club unserer Größe fällt jeder Ausfall ins Gewicht, jede vordere Platzierung hilft uns in der Endabrechnung am Verbandstag, jede externe Unterstützung ob durch die Familie, die Freunde oder durch Sponsoren treibt uns immer wieder nach vorne. Und was haben wir davon? Den 6. Weltranglistenplatz, vor Clubs wie Luxembourg, Saar Bobbys und BSE Meinsheim. Und das ist gut so. Das haben wir geschafft.

Zudem sind unsere Einzelplatzierungen auch nicht die schlechtesten, natürlich gibt es immer Potential nach oben, aber das heben wir uns für 2015 oder 2016 oder…. auf. In der Endabrechnung belegen unsere Mitglieder folgende Platzierungen:

Marc Kohrs bei den Amateuren Platz 7, Gunnar Hilgenstöhler bei den Amateuren Platz 13, Gerrit Bruns bei den Amateuren Platz 16, Thomas Meier und Jenny Lorenz teilen sich bei den Amateuren den Platz 21. In der Profiklasse für Holger „The green Mamba“ Steinkuhl auf Rang 6 und Gerrit Bruns auf Rang 36.

Das Motto für 2015 lautet: Niveau halten

Es war eine tolle, wenn auch kurze Rennsaison. Wir bedanken uns bei allen Veranstaltern, Helfern, Sponsoren, Mamas und Papas, Kuchenbackern und Bierbudenbetreibern die es ermöglicht haben diese tolle Saison auf die Beine zu stellen. DANKE SCHÖN.

Was wir sonst sagen möchten: Wir, der BCC Ostwestfalen, haben das Rennen in Nußloch maßgeblich mitorganisiert, aufgebaut und abgebaut. Für viele von uns war es das erste Rennen, welches in Eigenregie organisiert wurde und dafür war es ein sehr erfolgreiches Rennen, wie der interessierte Leser auch an den Pressestimmen der regionalen und überregionalen Zeitungen lesen konnte. Gerne hätten wir auch die Stadt Lage bei einem ostwestfälischen Rennen unterstützt, aber vielleicht haben wir 2015 die Möglichkeit dies zu tun. Oder gerne auch in Bielefeld, die geilste Stadt der Welt!

Neben den positiven Geschichten stellt sich auch die Frage, was gab es an negativen Dingen. Hier fällt uns nur die Geschichte von dem Rennfahrer ein, der während eines Rennens bewusst die Rennstrecke, mit seinem Bobby-Car auf dem Arm, betreten hat und die anderen Rennfahrer sowie auch die Zuschauer in Gefahr gebracht hatte. Beschränken wir uns nur auf diesen Sachverhalt und nicht auf die Geschichte vorher oder nachher, so muss der Autor feststellen, dass Menschen über 18 Jahren wissen sollten was Sie tun und hierfür auch zur Verantwortung gezogen werden sollten. Man muss nicht vorgehen wie bei Fußballspielen, bei denen der Verein die Strafe bekommt und diese dann an den Einzelnen weitergibt, aber aus Sicht des Autors hätten hier alle Beteiligten energischer und massiver gegen solche Aktionen auftreten müssen. Wir hoffen, dass wir solche Szenen nicht mehr sehen werden.  

 

Wir wünschen allen einen guten Rutsch ins Jahr 2015. Wir sehen uns spätestens auf der Rennstrecke.

 

Review des Verbandstags 2014

Anfang November 2014 fand die Weltranglistenehrung und auch der Verbandstag vom Bobby-Car-Sportverband in Kempenich (Eifel) statt.

Der Verbandstag stand dieses Jahr unter dem Motto der Neuwahlen. Bernd Thoma, der langjährige 1. Vorsitzende stand nicht mehr zur Wahl und der 1. Vorsitzende sowie auch der komplette Vorstand, mit Beisitzern, wurde neu gewählt. Auch die Rennkommissare wurden neu gewählt.

Als neuer 1. Vorsitzender wurde Holger "The green Mamba" Steinkuhl vom BCC Ostwestfalenlen gewählt. Unterstützt wird Herr Steinkuhl von Stefan Köllner als 2. Vorsitzender. Die weiteren Mitglieder sind auf der Homepage vom Bobby-Car-Sportverband veröffentlicht.

Enttäuschtend war aus unserer Sicht die Wahl zu den Rennkommissaren. Hier mussten wir feststellen, dass die mitgliedsstärksten Vereine sich nicht wirklich aktiv an diesem wichtigen Job beteiligen wollten. Im nachhinein, als wir dies in unseren News als Review zum Verbandstag veröffentlicht hatten, gab es eine kleine Welle der Entrüstung: "....man wurde nicht gefragt....", "...haben wir nicht mitbekommen..."

Sorry meine Damen und Herren, auch hierbei handelt es sich um ein Ehrenamt, muss man dafür allen hinterherlauf und als Bittsteller auftauchen oder gibt es auch Freiwillige, die sich beteiligen möchten??!!

Tja, nun Ende Dezember 2014, gibt es noch keine offiziellen Nachmeldungen, zumindestens keine die wir auf der Homepage vom Bobby-Car-Sportverband nachlesen können und die Homepage ist aktuell.

Schade, denn im Laufe der Saison gibt es immer wieder viele Kritiker, aber irgendwie zu wenige die sich wirklich aktiv beteiligen! Aber das muss anscheinend so sein, kritisieren, meckern und motzen, am besten noch hintenrum, anstatt einfach anpacken und mithelfen, so dass es besser wird.

Denn eins ist sicher - nur wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen, bekommen wir ordentliche Rennen, viele Zuschauer und haben Spaß an unserem Sport. Das geht aber nur gemeinsam!!

 

Wir alle sind aber Optimisten und hoffen darauf, dass sich mehr Leute finden, die Taten sprechen lassen und nicht nur leere Worte.

Rennbericht "Eifelrennen" in Kempenich 2014

Am Wochenende vom 26. und 27.07.2014 fand in Kempenich, in der Nähe des Nürburgrings, das Eifelrennen 2014 statt. Hierbei handelte es sich um den zweiten Wertungslauf für die BIG Bobby-Car-Weltmeisterschaft 2014.

 

Die Strecke verlief, im Gegensatz zur alten Kempenicher Rennbahn, direkt durch den  Ortskern von Kempenich. Gestartet wurde oberhalb vom Ortskern auf einer breiten gut geteerten Straße. Nach langezogenen rechts-links Kombinationen, die in vollem Renntempo genommen werden konnten, kam eine scharfe Linkskurve. Diese zeichnetet sich zudem dadurch aus, dass vor der Kurve ein gepflasteter Streifen verlief. Ausserdem viel die Kurve nach außen ab, so dass den Fahrern hier viel Geschick abverlangt wurde um die Kurve schnell und gut zu durchfahren. Im Anschluss daran wurde die Strecke unruhiger mit vielen Flicken im Fahrbahnbelag. Nach einem kurzen geraden Stück folgte ein kleiner rechts Knick unterhalb der Kirchenmauer, bevor die scharfe Rechtskurve durchfahren werden musste. Direkt danach war der Zieleinlauf.

Die Höchstgeschwindigkeit lag zwischen 70 und 80 km/h, gemessen vor der 1. Linkskurve.

Das Team vom BCC Ostwestfalen war leider stark dezimiert vertreten. Mit vier Fahrern sind wir in der Klasse der Amateure an den Start gegangen.

Aber schon in den Trainingsläufen ergaben sich ein paar technische Probleme. T. Meier verlor durch einen Achsenbruch zwei Räder. Zum Glück konnte er auf den grünen Porsche von Holger "The green Mamaba" umsteigen. Da das Fahrzeug üblicherweise für die Profiklasse ausgerüstet ist und um 10 kg abgelastet wurde, konnten die Fahreigenschaften nicht mehr abgestimmt werden. Meier hatte in seinen Läufen mit den Fahreigenschaften zu kämpfen, löste das Problem aber mit einem souveränen 8. Platz.

Der Neuling im Team vom BCC OWL, Timm Alpers, belegte im Klassement einen Rang auf den Plätzen 25. bis 32.

Die Fahrer Kohrs und Bruns bildeten nach vielen Läufen in der Trostrunde den Abschluss in einem Teamduell. Im Vorfeld musste Kohrs nachzu nach jedem Lauf einen Reifen wechseln. Irgendwie hatte Kohrs die defekten Reifen für sich gebucht.

Das faire Teamduell entschied Kohrs für sich, so dass Bruns Platz 6. und Kohrs Platz 5. beim Eifelrennen 2014 belegte.

 

Nun blicken alle gespannt auf die Badische Meisterschaft in Nussloch. Hierbei ist der Bobby-Car-Club Ostwestfalen auch organisatorisch beteiligt. Wir treten zwar nicht als Veranstalter auf, sondern der Verband, aber alle Teammitglieder sind beim Aufbau, Abbau und im Vorfeld der Veranstaltung eingespannt. Man kann fast sagen, dass der BCC-OWL dieses Rennen fast selbstständig ausrichtet, auch wenn es mit dem Rhein-Neckar-Kreis nicht unbedingt vor unserer Haustür liegt.

Rennbericht Hessische Meisterschaft 2014

Am Wochenende vom 28. und 29.07.2014 fand in Philippstein (Hessen) das Auftaktrennen zur Bobby-Car-Weltmeisterschaft 2014 statt. Unter der Regie von Holger Späth mit Unterstützung vom Bobby-Car-Sportverband wurden diese Hessischen Meisterschaften 2014 erstmals wieder nach 3 Jahren im kleinen beschaulichen Philippstein ausgetragen. Somit trafen sich an diesem Wochenende ca. 100 Fahrer um den Hessischen Meister, in den 3. Kinderklassen (3-6 Jahre, 7-9 Jahre, 10-12 Jahre), der Jungendklasse,  bei den Amateuren und abschließend bei den Profis, unter sich auszufahren.

Das Wetter war wechselhaft, so hatten die Amateure am Samstagnachmittag und auch die Profis am Sonntagnachmittag Glück und konnten die trockene Strecke in vollem Tempo, mit ca. 80 km/h, herunterfahren. Während der Rennen der Kinderklassen und der Jugend kam es dagegen immer wieder zu kleinen Schauern.

Das wechselhafte Wetter tat der gut organisierten Veranstaltung aber nicht weh, lediglich bei den Kinderrennen war die Menge an Zuschauern noch überschaubar. Am Sonntagnachmittag bei den Profis säumten aber einigen hundert Menschen den Rand der ca. 800 m langen Rennstrecke.

Mit 29 Startern bei den Amateuren und eben so viel Fahrern bei den Profis am Sonntag war dies ein sehr positiver Start in die Rennsaison 2014. Gefahren wurde im Doppelten KO-System, d.h. verliert ein Fahrer ein Rennen so kann er sich noch durch die Trostrunde in das Finale kämpfen. Verliert er auf diesem Weg einen zweiten Lauf, ist er ausgeschieden.

Mit dem Start um 13.00 Uhr am Samstag fingen die Amateure, mit den 30kg schweren Bobby-Cars, an die Hessische Meisterschaft 2014 unter sich auszufahren. Sehr positiv war, dass auch viele neue Clubs und Einzelfahrer sich in das Feld der Amateure gemischt hatten. Neben dem SRT Münster, als neuen Club in der Bobby-Car-Rennszene, warteten auch die Fahrer vom BCC Kempenich und des BCC Ostwestfalen mit neuen Mitgliedern auf.

Nach den ersten Läufen bei den Amateuren war auch schnell ersichtlich, dass der Club aus der Eifel vom BCC Kempenich und  die bayerische Rennfraktion vom BCC Ostheim im Winter nicht geschlafen hatten. Die Fahrzeuge waren sehr schnell unterwegs, was auch die Konkurrenz zu spüren bekamen. Im abschließenden Finale der Amateure standen sich dann zwei Fahrer vom Bobby-Car-Club Ostheim gegenüber. Sebastian Heuring entschied dieses Rennen für sich, vor Max Graumann (BCC Ostheim) und Melwin Grones (BC Kempenich). Die Fahrer vom BCC Ostwestfalen erzielten bei den Amateuren die folgende Platzierungen: Timm Alpers (17.-23. Platz), Gunnar Hilgenstöhler (17.-23. Platz), Thomas Meier (17.-23. Platz), Gerrit Bruns (13.-16. Platz) und Jenni Lorenz (13.-16. Platz).

Am Sonntag nach den Läufen der Kinderklassen starteten die Profis in die Rennsaison 2014. Die Bobby-Cars der Profiklasse dürfen gegenüber den Amateuren noch 10kg schwerer sein, d.h. maximal 40kg. Das Gewicht, so wie die sonstigen reglementierten technischen Vorgaben werden vor jedem Rennen in der technischen Abnahme geprüft. Nach der technischen Abnahme folgen zwei Trainingsläufe für die Rennfahrer. Hieraus ergeben sich für manche Fahrer noch ein paar technische Änderungen, z.B. andere Reifen oder veränderter Luftdruck in den Reifen.

Mit dem Start in der Profiklasse um 14.00 Uhr zeigte sich sehr schnell das gleich Bild, wie am Vortag. Die zwei großen Clubs aus der Eifel und der Rhön dominierten die Abfahrten. So war es am Schluss auch nicht verwunderlich, dass Marcel Paul vom BC Kempenich den 1. Platz bei den Profis einfuhr. Auf Rang zwei landete Max Graumann (BCC Ostheim) vor Sebastian Heuring (BCC Ostheim). Die Mitglieder vom Bobby-Car-Club Ostwestfalen belegten folgende Plätze: Gerrit Bruns Platz 17.-23. und Holger Steinkuhl Platz 17.- 23.

Überschattet wurde das Profirennen von einem unschönen Vorfall, der etwas nachdenklich macht. Dabei wurde ein Fahrer der Profiklasse, während der technischen Abnahme, von diesem Rennen ausgeschlossen. Das nahm der Fahrer so nicht hin und betrat mehrfach mit seinem Bobby-Car die Rennstrecke während andere Fahrer in vollem Renntempo an Ihm vorbei fuhren. Somit griff er absichtlich, in vollem Bewusstsein, in das Renngeschehen ein. Ergänzend muss erwähnt werden, dass die Profiklasse erst ab einem Alter von 18 Jahren freigegeben ist. Entsprechend hat dieser „erwachsene“ Fahrer sich, andere Fahrer und ggfs. Teamkollegen, so wie die Zuschauer ganz massiv gefährdet. Die Szenen die sich im Anschluss ereigneten, müssen hier nicht weiter besprochen werden. Fest steht, dass aus Sicht des Autoren, dieser volljährige Mensch, absichtlich sich und andere Personen gefährdet hat. Dies muss eine massive Strafe für den Fahrer nach sich ziehen, beispielsweise der Ausschluss von den Rennveranstaltungen für die Saison 2014 und 2015. Die Begründung, warum der Ausschluss für zwei Saisons gefordert wird, liegt auf der Hand. Die Saison 2014 ist mit 6 Rennen deutlich kürzer als üblicherweise eine Rennsaison. Wir sind gespannt, wie der Bobby-Car-Sportverband auf diesen Vorfall reagiert.

In der aktuellen Teamwertung führt nach diesem ersten Saisonrennen der BC Kempenich, 2. Platz BCC Ostheim und auf Platz 3 die Bobby-Car Freunde Philippstein.

Das nächste Saisonrennen findet Ende Juli in Kempenich, Nähe Nürburging statt.